Glossar


Hier bekommen Sie kurze Erklärungen zu allen Fachbegriffen auf unserer Website sowie zu den gebräuchlichen Abkürzungen in technischen Erläuterungen.


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Absatzformat

Gestaltungsanweisung beziehungsweise Druckerbefehl hinsichtlich Schrift, Zeilenmaß etc., der auf einen Absatz (englisch: "paragraph") in einem Text wirkt.



Abwicklungsrichtung

Richtung der Zylinderabrollung während des Druckprozesses



Additive Farben

Entstehen durch die Addition von Licht unterschiedlicher Farbe. Mit den so genannten Grundfarben Rot, Grün und Blau lassen sich in der Theorie alle sichtbaren Farben bilden, wobei alle drei Farben zu gleichen Teilen übereinander projeziert Weiß ergeben. Das farbige Sehen des Menschen arbeitet mit rot-, grün- und blauempfindlichen Sinneszellen. Treffen beispielsweise rote und grüne Lichtstrahlen auf die entsprechenden Empfangszellen des Auges, so ergibt dies die Mischfarbe Gelb. Werden alle drei Farbempfänger erregt, dann sieht das Auge weiß. Das gängige, vor allem bei Bildschirmen und Scannern eingesetzte additive Farbmodell RGB verwendet diese Grundfarben. Durch Mischen von je zwei dieser Farben zu gleichen Anteilen entstehen als Sekundärfarben Cyan, Magenta und Gelb, die ihrerseits die Grundfarben des subtraktiven Farbmodells CMYK bilden.



Akzidenzien

Akzidenzien sind Druckerzeugnisse, z.B. Periodikas (regelmäßig wiederkehrende Drucksachen wie z.B. Zeitungen, Zeitschriften, Illustrierte) oder Gelegenheitsdrucksachen wie z.B. Kataloge, Broschüren, Handzettel, Visitenkarten.



Andruck

Der Andruck wird auch als on-press proof bezeichnet. Mit einem Andruck kann das spätere Druckergebnis besser beurteilt und farblich korrigiert werden. Der Kunde kann den Andruck beim Abstimmen dann freigeben, sodass der Drucker einen Richtwert für das Druckresultat hat.



Auflage

Der Begriff Auflage bezeichnet die Anzahl der herzustellenden netto Druckexemplare



Auflösung

Maß für die Anzahl der einzelnen erzeugbaren Rasterpunkte pro LE. Auflösung von Bildschirmen: (Drucker, Belichter, Scanner) Pixel (dpi = dots per inch. 1 Inch = 2,54 cm). Auflösung von Druckern: Rasterpunkte (lpi = lines per inch oder l/cm)



Aufrasterung

Zerlegung der Halbtöne eines Bildes in einzelne Bildelemente unterschiedlicher Größe, damit diese im Druck wiedergegeben werden können



Auslage

Nach dem Druck werden die Bogen über Greifersysteme auf dem Auslagetisch stapelförmig abgelegt



Ausschießen

Damit die Druckseiten einer Druckform in der richtigen Reihenfolge der Seitenzahlen liegen, muss vor der Montage ausgeschossen werden. Das Ausschießschema ergibt sich aus dem Format des Druckes und der Falzart



Auszeichnung

Will man innerhalb eines Textes einzelne Textteile besonders hervorheben, d.h. auszeichnen, bietet sich die elektronische Manipulation an. Besser jedoch ist es, den Originalschriftschnitt, zum Beispiel fett, kursiv, unterstrichen, zu verwenden. Eine Auszeichnung darf den Lesefluss nicht beeinträchtigen



Backup

Darunter versteht man das teilweise oder gesamte Kopieren der in einem Computersystem vorhandenen Daten auf ein ähnliches oder alternatives Speichermedium. Die auf dem Speichermedium gesicherten Daten werden als Backup (dt. Sicherungskopie) bezeichnet



Bedruckbarkeit

Die Bedruckbarkeit (englisch: printability) von Papier fasst alle Eigenschaften zusammen, die das Druckergebnis beeinflussen: Glanz, Glätte, Weißgrad, Opazität etc.



Bedruckstoff

Bezeichnet das Material, auf das in den verschiedenen Druckverfahren gedruckt wird. Beispielsweise Papier, Karton, Folie, Blech, Textilien, Glas, Keramik



Beschnitt

Bereiche einer Drucksache, die über das Seitenformat hinausreichen, nennt man auch randabfallend. Der Beschnitt ermöglicht ein an allen Seiten sauber geschnittenes Endprodukt. In der Regel beträgt der normale Beschnitt bei Drucksachen mindestens 3 bis 5 Millimeter



Bézierkurven

Konfigurierbare Kurvenverläufe, deren Verlauf über so genannte Stützpunkte und Steuerpunkte durch Polygonseiten bestimmt werden kann



Bit

Ist die kleinste adressierbare Speichereinheit. 8 Bits bilden 1 Byte



Blauer Engel

Ältestes Umweltlabel der Welt. Zeichnet Papiere aus, die aus 100% aus Altpapier bestehen.



Blindmuster

Unbedruckte Muster von Büchern, Prospekten oder Katalogen aus den für die Produktion verwendeten Papierqualitäten. Dient zur besseren Beurteilung und Ansicht des späteren Endproduktes.



Bogenarten

Es gibt drei verschiedenen Bogen. 1) Druckbogen: bedruckter Bogen, wie er aus der Druckmaschine kommt. 2) Buchbinderbogen: nach dem Druck beschnittener Bogen, Eingangsbogen für die Falzmaschine. 3) Falzbogen: gefalzter Buchbinderbogen, Produkt der Falzmaschine



Bogenoffset

Verfahren des Offsetdrucks, bei dem in der Maschine einzelne Formatbogen bedruckt werden. Die Bogenführung findet dabei mittels „Greifer-systemen“ (Übergabegreifer, Wendetrommeln etc.) statt. In jedem Einzeldruckwerk, werden die einzelnen Bogen von einer Seite, mit einer Farbe bedruckt. Größere Bogenmaschinen (8 Farben und mehr) können in der Maschine die Bogen wenden und somit in einem Arbeitsgang die Bogen von beiden Seiten 4/4–farbig oder entsprechen der Druckwerk-anzahl) bedrucken. Es findet keine weitere Verarbeitung inline statt (falzen, Leimen etc.)



Bogenoffsetmaschine

Den Offsetdruck " class="navglossar" href="/de/Glossar/Glossar#12">Offsetdruck als heute meistverwendetes Flachdruckverfahren setzt man in den zwei Varianten Bogenoffset und Rollenoffset ein. Dabei bedrucken Bogenoffsetmaschine" class="navglossar" href="/de/Glossar/Glossar#11">Bogenoffsetmaschinen einzelne, geschnittene Bogen. Nach dem in der Größe maximal verwendbaren Bogenformat teilt man diese Maschinen in folgende Formatklassen ein: (Formatklasse x Format) 500 x 700 Millimeter, 560 x 830 Millimeter, 610 x 860 Millimeter, 650 x 965 Millimeter, 720 x 1.020 Millimeter, 780 x 1.120 Millimeter, 890 x 1.260 Millimeter, 1.000 x 1.400 Millimeter, 1.100 x 1.600 Millimeter, 1.400 x 2.000 Millimeter.



Breitbahn

Bezeichnet die Ausrichtung der Papierfasern bei Formatpapieren, bei der sie Fasern parallel zur schmalen Seite der Bogen verlaufen.



CAD

Abkürzung für "Computer-aided Design", computergestütztes Zeichnen/Konstruieren. Oder: Abkürzung für "Computer-aided Drafting", computergestütztes Entwerfen (Draft bedeutet Rohentwurf).



Color-Management

Farbmetrische Steuerung der digitalen Bildwiedergabe mit Hilfe von Software-Werkzeugen und Charakterisierungsdaten. Es garantiert die genaue Farbwiedergabe durch den gesamten Workflow, von der Eingabe bis zur Ausgabe.



CtP

Computer to Plate Direkte Belichtung einer Druckplatte (außerhalb der Maschine) Digitalen Daten werden ohne den Umweg über einen Film, mittels Laser auf die Platte gebracht



Datenbank (-System)

ist ein System zur elektronischen Datenverwaltung, welches große Mengen von Daten dauerhaft speichert. Datenbanken können für unterschiedliche Benutzer die gespeicherten Daten in unterschiedlichen „Teilmengen“ und Formen darstellen. Am bekanntesten ist die „relationale Datenbank“, bei der möglichst wenig Daten doppelt gespeichert werden. Die Datenbank besteht i.d.R. aus zwei Teilen: 1. der Verwaltungssoftware (Datenbankmanagementsystem) 2. die zu verwaltenden Daten



Digitaldruck

Beim Digitaldruck werden die Daten der Drucksachen direkt aus einem digitalen Datenbestand auf den Bedruckstoff gedruckt. Dabei entfallen herkömmliche Zwischenschritte wie Film- und konventionelle Druckformherstellung



Digitale Bildbearbeitung

Computergestützte Bearbeitung von digitalen Bildern, üblicherweise von Rastergrafiken, meist Fotos oder gescannten Dokumenten



Drop on Demand (DOD)

Methode im Tintenstrahldruck, nach welcher ein Tintentropfen erst dann aus dem Druckkopf austritt, wenn er benötigt wird. Hier wird nach zwei konventionellen Verfahren unterschieden: 1. Bubble-Jet-Verfahren: Mittels eines Heiz-elementes wird das Wasser in einem Tintentropfen erhitzt, sodass dieser durch die sich bildende Dampfblase aus der Düse geschleudert wird. 2. Piezo-Verfahren: mittels Piezokristallen, welche sich unter elektrischer Spannung verformen, erfolgt eine Volumenänderung in der Farbkammer, wodurch der Tintentropfen aus der Düse geschleudert wird.



Druckabnahme

Auch "Imprimatur" genannt, dies ist die Einverständniserklärung oder Druckfreigabe des Kunden während des Druckens



Druckbild

Ist die Information bestehend aus Text, Strichbildern, Halbtonbildern und im Detail aus Rasterpunkten und Pixeln



Druckform

Werkzeug zum Drucken, das so bearbeitet ist, dass damit die Druckfarbe auf den Bedruckstoff zur Wiedergabe einer textlichen und/oder bildlichen Darstellung übertragen werden kann.



Druckkontrollstreifen

Dient zur ständigen Qualitätssicherung und Standardisierung im Druckprozess. Er besteht aus wenigen mm-großen Kontroll- und Messfeldern in allen Prozessfarben. Er enthält sowohl Vollton- als auch Rasterfelder in verschiedenen Rastertonwerten (i.d.R. 40% und 80%).



Druck-Nutzen

Anzahl identischer Exemplare auf einem Druckbogen oder einer Vorlage.



Druckverfahren

Die sich in technologischer Funktion unterscheidenden Arten des Druckens. Darunter werden die traditionellen Druckverfahren Hochdruck, Flachdruck, Tiefdruck und Siebdruck verstanden



Druckvorstufe

Gesamtheit der Arbeitsgänge, die von dem zu druckenden Ausgangsmaterial - Texte, Bilder - bis zur fertigen Druckvorlage erforderlich sind. Dazu gehören Seitenlayout, Satzherstellung und Bildverarbeitung, gegebenenfalls auch Seiten- und Bogenmontage sowie die Belichtung von Filmen zur Druckplattenherstellung, bzw. heute die Direktbebilderung der Druckplatten (CTP)



DTP

Desktop Publishing. Mit Hilfe von Text- und Bildbearbeitungsprogrammen werden ganze Druckseiten auf einem Arbeitsplatzrechner erstellt und anschließend auf einem Drucker ausgegeben oder direkt an die Druckmaschine weitergeleitet



Dublieren

Die Rasterpunkte und auch andere Zeichnungs-elemente erhalten einen nicht passergenauen zusätzlichen schwächeren Abdruck. Das Papier, die Druckmaschine oder das Gummituch können die Ursachen für das Dublieren sein.



Einbruchfalz

Eine Falzart, bei der ein Rohbogen nur einmal gefalzt wird.



Eindruckwerk

Zwei zusätzliche Druckwerke an Druckmaschinen, welche es ermöglichen, Firmenlogos (Eindrucke), Textinformationen, Preise usw. im laufenden Betrieb „fliegend“ zu wechseln. So entfallen Maschinen-Stillstand-Zeiten.



Emulgieren

Zerstörung des „Farb–Wasser–Gleichgewichts“ Die Druckfarbe nimmt während des Druckprozesses zu viel Feuchtmittel auf. Dies führt beim Fortdruck zu Schwierigkeiten in der Farbführung uns später auch bei der Trocknung der Farbe(n) auf dem Druckbogen.



EPS

ein Dateiformat und die Abkürzung von „Encapsulated PostScript“. Eine EPS-Datei besteht aus einem Mainfile und Einzelfiles. Das Mainfile ist mit einem Vorschaubild in Grobdaten anzusehen, die Einzelfiles enthalten die Feindaten



Euro-Blume

auch Eco-Label genannt und betrifft schwerpunkt-mäßig den Herstellungsprozess. Dabei geht es hauptsächlich um die Emissions-begrenzung und den Energieverbrauch. Die bei der Herstellung verwendeten Holzfasern müssen ebenfalls aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen, davon 10% aus PEFC oder FSC-zertifizierten Wäldern.



Falz

In der Buchbinderei ein scharfer Knick oder Bruch bei Papieren. Durch das Falzen entsteht entweder ein Produkt mit fortlaufenden Seitennummern oder einfach ein kleineres Format. Gefalzt wird im Allgemeinen mit Falzmaschinen. Man unterscheidet prinzipiell Kreuz- und Parallelfalze. Bei einem Kreuzfalz erfolgt der weitere Falz immer im rechten Winkel, bei einem Parallelfalz immer parallel zum vorhergehenden Falz.



Flachbettscanner

Bei diesem Scannertyp wird das Material mit der zu scannenden Seite nach unten auf eine Glasplatte gelegt. Zum Scannen fährt eine Beleuchtungs- und Abtasteinheit in einem "Bett" unter dieser Glasplatte durch, ähnlich wie die Scaneinheit in einem digitalen Fotokopierer.



FSC

Forest Stewardship Council Es dürfen nur Hölzer verwendet werden, die aus einem FSC-zertifizierten Wald geschlagen wurden. In diesen Wäldern finden regelmäßige, intensive Untersuchungen und Überprüfungen statt. Das Label schließt die gesamte Verarbeitungskette mit ein.



Gamut

Bereich der darstellbaren Farben in einem Farbsystem: Tonwert- und Farbumfang, der von einem System oder Verfahren dargestellt beziehungsweise reproduziert werden kann, je nach Farbraum und verwendeten Farbstoffen.



Halbton

Farb- oder Graustufen-Bildformat, das im Gegensatz zu Tuschezeichnungen ständig variierende Tonwertabstufungen darstellen kann.



Inkjet

Druckverfahren, bei dem die Druckfarbe - zumeist Tinte - in Form kleinster Tropfen aus Düsen auf die zu bedruckende Oberfläche aufgebracht wird. Der Farbausstoß arbeitet dabei piezoelektrisch oder thermisch. Farb-Inkjet-Drucker arbeiten heute mit bis zu sechs Farben und weit über hundert einzelnen Düsen. Sie erreichen heute je nach Verfahren die Qualität hochwertigen Vierfarbdrucks.



Ink-Jet-Druck

auch Tintenstrahldruck NIP-Verfahren, bei welchem über Düsen des Druckkopfes austretende Tintentropfen digitale Bild- und Textinformationen auf den Bedruckstoff übertragen. Man unterscheidet hier nach Continuous Ink Jet (CIJ) und Drop On Demand (DOD).



Latentes Bild

Scheinbares Bild, das bei der Belichtung entsteht. Kristallkeimbildung, belichtete Kristalle reagieren schneller, als unbelichtete Kristalle mit Entwicklerlösung



Laufrichtung

Bezeichnet die Ausrichtung der Papierfasern bei der Papierherstellung auf der Langsiebpapiermaschine. Liegen bei Formatpapieren die Fasern parallel zur langen Bogenseite, bezeichnet man dies als „Schmalbahn“, liegen sie parallel zur kurzen Bogenseite als „Breitbahn



Leporellofalz

auch Zickzackfalz Falzart, bei welcher mehrere Falze parallel zueinander und in entgegen gesetzter Richtung des Vorfalzes liegen.



Low-Key-Vorlage

Eine Vorlage mit überwiegend dunklen Tonwerten



Messerfalz

auch Schwertfalz Falzverfahren, bei welchem ein Falzmesser den ausgerichteten Bogen entlang der zu falzenden Stelle zwischen zwei gegenläufig rotierende Falzzylinder stößt, welche den Bogen einziehen und den Falz durchführen.



Moiré

Störende Musterbildung, die durch ungünstige Rasterwinkelung im Druck entsteht



Montage

Das Einpassen und Befestigen der Kopiervorlagen mit Hilfsmitteln aller Art auf einer transparenten Unterlage (Montagefolie) zu einer kopierfähigen Form für die Druckplattenkopie in allen Druckverfahren. Als Vorlage für standgenaue Montage der Kopiervorlagen wird ein Einteilungsbogen (auch für die digitale Montage), eine Millimeterfolie oder vorgedruckte Standformen verwendet.



Mottling

1. Beim Scannen: Flächenhafter Effekt im gesamten Bild, der häufig durch zu starke Schärfung entsteht. Gemeint ist zum Beispiel das Sichtbarwerden der einzelnen Pixel oder sogar der Filmkörnung. 2. Im Druck: Fleckiger, wolkig erscheinender Ausdruck aufgrund unterschiedlichen Wegschlagens der Farbe ins Papier. Besonders auffällig im Mehrfarbendruck



Nanometer

Längeneinheit mit dem Einheitenzeichen nm, welche einem Milliardstel eines Meters entspricht



Naturpapier

Bezeichnung für ungestrichene Papiere, wenn sie ohne weitere „Veredelung“ aus der Papiermaschine kommen.



Normlicht

Bezeichnung für genormte Strahlungsverteilungen von künstlichen Lichtquellen. Da nur Lichtwellen remittiert werden können mit denen ein Körper bestrahlt wird, ist die Verwendung einer standardisierten Lichtart hinsichtlich Farbwertanteilen und Farbtemperatur notwendig, um homogene Ergebnisse bei messtechnischen Auswertungen sowie visuellen Abmusterungen zu erzielen.



Nuten

Arbeitsvorgang, bei welchem dem Werkstoff (Pappe oder Karton) durch Ausheben eines Materialspanes eine linienförmige Biegestelle zugeführt wird. Sie dient dazu, beim Umlegen ein Brechen oder Platzen des Materials zu verhindern. Anwendung für: z. B. Faltschachteln, Karten und -kartons.



Offset

Indirektes Flachdruckverfahren, bei welchem die in einer Ebene liegenden druckenden und nicht druckenden Bereiche der Druckform unterschiedliche Oberflächeneigenschaften besitzen. Die farbannehmenden (oleophilen), druckenden Bereiche stoßen Wasser ab (hydrophob) und die farbabstoßenden (oleophoben), nicht druckenden Bereiche nehmen Wasser an (hydrophil). Um die Druckform des Plattenzylinders zu schonen, erfolgt der Farbauftrag nicht auf direktem Wege auf den Bedruckstoff, sondern indirekt über einen Zwischenträger, das Gummituch. Anwendung des Bogenoffset für kleine und mittlere Auflagen: Bücher, Verpackungen, Akzidenzdruck. Anwendung des Rollenoffset für hohe und sehr hohe Auflagen: Kataloge, Zeitungen, Zeitungsbeilagen.



Offsetdruck

Als Flachdruckverfahren basiert der Offsetdruck " class="navglossar" href="/de/Glossar/Glossar#12">Offsetdruck auf dem unterschiedlichen Benetzungsverhalten von druckenden und nicht druckenden Bereichen der Druckform. Beim Drucken nehmen die lipophilen (ölfreundlichen) Bildstellen die ölartige Druckfarbe an, die bildfreien hydrophilen Stellen stoßen sie ab. Der Offsetdruck " class="navglossar" href="/de/Glossar/Glossar#12">Offsetdruck arbeitet indirekt: Die Druckform überträgt das Druckbild auf einen Gummizylinder, der seinerseits das Papier beziehungsweise anderes Material bedruckt. Man unterscheidet Bogenoffset- und Rollenoffsetdruck. Ersterer verwendet Papierbogen, letzterer Papierrollen als Rohmaterial.



Oleophil

Oberflächeneigenschaft, welche durch ölannehmendes und somit wasserabweisendes (hydrophobes) Verhalten gekennzeichnet ist. Diesen Grenzflächeneffekt macht man sich z. B. im Offsetdruck " class="navglossar" href="/de/Glossar/Glossar#12">Offsetdruck zu Nutze.



Oleophob

Oberflächeneigenschaft, welche durch ölabweisendes und somit wasserannehmendes (hydrophiles) Verhalten gekennzeichnet ist. Diesen Grenzflächeneffekt macht man sich z. B. im Offsetdruck " class="navglossar" href="/de/Glossar/Glossar#12">Offsetdruck zu Nutze.



Opazität

Maß für die Lichtundurchlässigkeit von Stoffen (z. B. Papier). Ein höherer Holzanteil im Papier sowie die Beigabe von Kaolin, Talkum oder Titandioxid gewährleisten eine hohe Opazität. Dies ist vor allem bei beidseitigem Bedrucken von Bedeutung, damit das Druckbild der Rückseite nicht durch das Papier auf die Vorderseite durchscheint.



Optische Aufheller

Stoff, welcher unsichtbares ultraviolettes Licht absorbiert und als sichtbares Licht wieder remittiert. Optische Aufheller werden häufig in der Papier-herstellung eingesetzt, um Papier weißer erscheinen zu lassen.



Pagina

Typografische Bezeichnung für die Seitenzahl



Papierweiss-Simulation

Begriff aus dem Bereich des Color Management. Da verschiedene Papiersorten verschieden helle Weißpunkte besitzen, dient bei einer farbmetrischen Erfassung einer Vorlage die Papierweiss-Simulation dazu, die Farbe des Vorlagenpapiers ebenfalls zu messen und anschließend zu simulieren



Papier-Zertifizierungssysteme

Labels von eingetragenen, internationalen Organisationen zum Schutz von Naturwaldflächen und zur umweltgerechten, sozialverträglichen und nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Sie werden durch die Umweltorganisationen unterstützt. Folgende Umweltlabels sind standardmäßig in der Anwendung: FSC: Forest Stewardship Council Es dürfen nur Hölzer verwendet werden, die aus einem FSC-zertifizierten Wald geschlagen wurden. In diesen Wäldern finden regelmäßige, intensive Untersuchungen und Überprüfungen statt. Das Label schließt die gesamte Verarbeitungskette mit ein. PEFC: Program for the Endorsement of Forest Certification Schemes Ziel der Organisation ist es, die Dokumentation und die Verbesserung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung mit Blick auf die ökologischen, ökonomischen und sozialen Standards. Der ökologische Grundgedanke der Holzbewirtschaftung ist identisch mit dem des FSC-Labels. Swan Label: skandinavisches Umweltzeichen, das den Herstellungsprozess lückenlos dokumentiert. Zusätzlich unterstützt es wichtige Innovationen, die zum Umweltschutz beitragen. Euro-Blume: auch Eco-Label genannt und betrifft schwerpunktmäßig den Herstellungsprozess. Dabei geht es hauptsächlich um die Emissions-begrenzung und den Energieverbrauch. Die bei der Herstellung verwendeten Holzfasern müssen ebenfalls aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen, davon 10% aus PEFC oder FSC-zertifizierten Wäldern. Blauer Engel: ältestes Umweltlabel der Welt. Zeichnet Papiere aus, die aus 100% aus Altpapier bestehen.



Parallelfalz

Falzart, bei welcher alle Falze parallel zueinander gesetzt werden. Hierzu gehören Fensterfalz, Parallelmittenfalz, Wickelfalz und Zickzackfalz.



Passer

Bezeichnung für den exakten Übereinanderdruck jedes Farbauszuges im Mehrfarbendruck. Bei ungenauem Passer kann es zu Farbverfälschung und zu einem unscharfen Druckbild kommen.



Passkreuz

Einem Fadenkreuz ähnelndes Zeichen, welches als Hilfsmittel zur Passereinstellung bzw. zur Veranschaulichung der Passergenauigkeit dient. Im Mehrfarbendruck wird es in allen Farbauszügen an derselben Stelle ausserhalb des Beschnittes eines Bogens gedruckt.



PDF

Von dem Softwareunternehmen Adobe entwickeltes Dateiformat und die Weiterentwicklung von „PostScript“. Es ist betriebssystemunabhängig, ermöglicht interaktive Elemente wie Formularfelder, Kommentare, Lesezeichen und Verweise. Da Schriften und Grafiken mittels Vektoren beschrieben werden, ist eine beliebige, lediglich vom Ausgabegerät abhängige, Skalierbarkeit möglich.



PEFC

Program for the Endorsement of Forest Certification Schemes Ziel der Organisation ist es, die Dokumentation und die Verbesserung der nachhaltigen Waldbewirt-schaftung mit Blick auf die ökologischen, öko-nomischen und sozialen Standards. Der ökologische Grundgedanke der Holzbewirtschaftung ist identisch mit dem des FSC-Labels.



Perforieren

Arbeitsvorgang, bei welchem durch Loch- oder Schlitzstanzung der Faserverbund des Papiers geschwächt wird, um einen Teil des Bogens einfacher und ohne Hilfsmittel abtrennen zu können. Anwendung für: z. B. Briefmarken, Coupons, Schreibblock.



Pigment

Organisches oder anorganisches Teilchen, welches als Farbmittel zur Farbgebung von Farben und Lacken jeglicher Art dient und im Gegensatz zu Farbstoffen in diesen unlöslich ist.



Pixel

Kunstwort aus den englischen Worten "picture" und "element", welches die kleinste Einheit einer digital abgebildeten Rastergrafik bezeichnet.



Plotter

= Zeichner Ausgabegerät, das das Prinzip des Tintenstrahl-druckers aufweist. Mit Hilfe eines Druckkopfes wird entsprechend der Daten die Farbe auf das Papier gespritzt. Man hat die Möglichkeit, (entsprechend breite und) lange Papierrollen zuzuführen, durchrollen zu lassen und evtl. über einen Schnittmechanismus nach dem Ausdruck abzutrennen.



PostScript

Von dem Softwareunternehmen Adobe entwickelte Seitenbeschreibungssprache, welche Druckseiten annähernd geräteunabhängig in beliebiger Größe und Auflösung verlustfrei auf Ausgabegeräten darstellen kann. Grafiken und Text werden hierzu mittels skalierbarer Vektorgrafiken beschrieben, sodass Ihre letztendliche Größe und Auflösung erst auf dem Ausgabegerät bestimmt wird.



Prägen

Arbeitsvorgang, bei welchem in Abhängigkeit von Druck, Temperatur und Zeit der Werkstoff (Papier, Pappe oder Karton) oder die Oberfläche des Werkstoffes durch ein Prägewerkzeug eine Materialumformung erfährt. Eine Prägung wird zur Veredelung einer Drucksache oder zur Informations-vermittlung (z. B. auf Arzneimittelverpackungen für blinde oder sehschwache Menschen) eingesetzt. Anwendung für: z. B. Buchdecken, Visitenkarten und Verpackungen und Werbemittel im Allgemeinen.



Primärfarben

Farben, aus denen alle anderen Farben gemischt werden können. In der additiven Farbmischung sind dies Rot, Grün und Blau, in der subtraktiven Cyan, Magenta und Gelb.



Punktzuwachs

Auch Tonwertzunahme genannt. Differenz zwischen dem Tonwert einer Vorlage und dem Tonwert des daraus entstandenen Druckes, was ein dunkleres Druckergebnis zur Folge hat. Mögliche Ursachen sind z. B. die Wahl des verwendeten Bedruckstoffes, der Druckfarbe, des Druckverfahrens, sowie der Rasterfrequenz. Mittels Druckkennlinien kann man in der Druckvorstufe diesem Effekt entgegenwirken.



Raster

Im RIP in druckende und nichtdruckende Bildelemente (Rasterpunkte) zerlegte Fläche einer Vorlage. Die Rasterung ermöglicht so die Simulation von Halbtönen, welche sonst nicht darstellbar wären. Es wird hierbei zwischen AM- und FM-Rasterung unterschieden, wobei Größe (AM-Raster) bzw. Anzahl (FM-Raster) der Bildelemente pro Flächeneinheit den Tonwerten der Vorlage entspricht.



Rasterweite

Auch Rasterweite oder Rasterfeinheit. Maß für die Anzahl von Rasterpunkten pro Längeneinheit, welche in "Linien pro cm" (L/cm) oder "lines per inch" (lpi) angegeben wird. Je höher die Zahl der Rasterfrequenz, umso feiner ist das Raster. Im Druck kann sie jedoch nicht beliebig gewählt werden und ist z. B. von den Oberflächen-eigenschaften des eingesetzten Bedruckstoffes abhängig.



Rasterwinkelung

Anordnung der beim Zusammendruck verwendeten periodischen Raster zueinander, zur Vermeidung von Moiré. Üblicherweise verwendet man Winkel von 0°, 15°, 45° (bzw. 135°) und 75°. Auf 0° liegt grundsätzlich die optisch hellste Farbe Gelb, auf 135° soll die auffälligste Farbe gerastert werden, welche in den meisten Fällen Schwarz ist. Die verbleibenden Winkel 15° bzw. 75° werden mit Cyan und Magenta belegt.



Reflexionsgrad

Maß für den an der Oberfläche eines Körpers zurückgeworfenen sichtbaren Lichtanteil und beschreibt das Verhältnis von einfallendem und reflektiertem Licht. Die Streuung des zurück-geworfenen Lichtanteils ist abhängig von der Beschaffenheit und Rauhigkeit der Oberfläche.



Register

Bezeichnung für den Passer von Vorder- zu Rückseite, d. h. dass der Satzspiegel beider Seiten exakt übereinander liegt.



RGB-Farbraum

Farbmodell basierend auf der additiven Farbmischung der Primärfarben Rot, Grün und Blau.. Da in diesem Modell lediglich durch innere Mischung nachgestellte Farben darstellbar sind, umfasst dieser Farbraum nicht alle wahrnehmbaren Farben. Anwendung in: z. B. Monitoren, Digitalkameras, Scannern. In der Praxis existieren für dieses Farbmodell mehrere Farbräume (eciRGB; sRGB, AdobeRGB etc.)



Rillen

Arbeitsvorgang, bei welchem dem Werkstoff (Papier, Pappe oder Karton) ohne Materialabtragung eine linienförmige Biegestelle zugeführt wird. Diese Umformung dient dazu, beim Umlegen oder Aufschlagen ein Brechen oder Platzen des Materials zu verhindern. Anwendung für: z. B. Buchdecken, Kartons.



RIP

Raster Image Processor Software oder ein separater Computer (mit entsprechender Software). Diese/r wandelt digitale Bildinformationen (z. B. eine PostScript-Datei) in eine Rastergrafik um, so dass eine Ausgabe z. B. auf einem Drucker möglich ist oder eine Druckplatte nach dieser Vorlage hergestellt werden kann.



Ritzen

Arbeitsvorgang, bei welchem der Oberfläche des Werkstoffes (Pappe oder Karton) durch Einschneiden eine linienförmige Biegestelle zugeführt wird. Sie dient dazu, beim Umlegen ein Brechen oder Platzen des Materials zu verhindern. Anwendung für: z. B. Faltschachteln und -kartons.



Rollenoffset

Verfahren des Offsetdrucks, bei dem der Bedruckstoff von der Rolle „abgewickelt“ wird. In jedem Doppeldruckwerk werden die einzelnen „Abschnitte“ direkt von beiden Seiten in einer Farbe bedruckt. Nach dem Druckgang muss durch die hohe Bahnlaufgeschwindigkeit eine Trocknung der Druckfarbe auf der Papierbahn erfolgen. Anschließend erfolgt die Weiterverarbeitung zum Endprodukt, z.B. Falzen, Leimen, Schneiden etc. Ein Rollenwechsel erfolgt fliegend indem bei laufender Maschine am Ende der Papierbahn die Bahn einer neuen Rolle angeklebt wird. Einige Maschinen verfügen über Eindruckwerke, welche es ermöglichen, Firmenlogos und Eindrucke ohne Maschinenstillstand zu wechseln.



Rupfen

Bezeichnung für das Herausreissen von Fasern aus der Papieroberfläche während des Druckprozesses. Mögliche Ursachen sind z. B. eine zu hohe Zügigkeit der Druckfarbe, zu hohe Druckgeschwindigkeit oder schlechte Qualität von Farbe oder Papier.



Sammelhefter

Maschine in der Druckweiterverarbeitung, in welcher fertig gedruckte, gefalzte Druckbogen gesammelt, ausgerichtet und anschließend mit einer Rückendrahtheftung versehen werden.



Sättigung

1. Intensität einer Farbe. Die unbunten Farben Grau, Schwarz und Weiß besitzen keine Sättigung und je höher ihr Anteil an einer Farbe ist, umso ungesättigter und schwächer erscheint diese. Neben Farbton und Helligkeit bestimmt die Sättigung das grundlegende menschliche Empfinden eines Farbeindruckes. 2. Derselbe Begriff bezeichnet auch eine Methode zur Anpassung an einen Farbraum: Ist der Ausgabefarbraum kleiner als der Eingabefarbraum, hat die maximale Sättigung Vorrang vor einer möglichen Farbtonabweichung.



Satzspiegel

Bezeichnung für die Fläche einer Seite (z. B. eines Buches), welche für Bilder, Grafiken und Text verwendet werden soll und durch die hauptsächlich unbedruckten Stege begrenzt ist. Die Seitenzahl gehört nicht zum Satzspiegel.



Scan / Scanner

Flachbettscanner: Bei diesem Scannertyp wird das Material mit der zu scannenden Seite nach unten auf eine Glasplatte gelegt. Zum Scannen fährt eine Beleuchtungs- und Abtasteinheit in einem "Bett" unter dieser Glasplatte durch, ähnlich wie die Scaneinheit in einem digitalen Fotokopierer. Trommelscanner: Ermöglicht ein gleichzeitiges Einlesen von mehreren Vorlagen im professionellen high-end Bereich, d. h. für hochqualitative Scans mit großer Detailwiedergabe und mit hoher Auflösung.



Schmalbahn

Bezeichnet die Ausrichtung der Papierfasern bei Formatpapieren, bei der sie Fasern parallel zur langen Seite der Bogen verlaufen.



Schmuckfarbe

Auch Volltonfarbe oder Spot Color. Farbe, welche nicht mit den Grundfarben des konventionellen Druckes Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz gemischt werden kann und somit als eigenständige Farbe verdruckt werden muss. Übliche Schmuckfarbensysteme sind HKS und Pantone.



Schön- und Widerdruck

Bezeichnung für das doppelseitige Bedrucken eines Bogens. Den Druckvorgang der zuerst bedruckten Seite nennt man Schöndruck, den nach Wenden des Bogens folgenden Druck, üblicherweise mit einem anderen Motiv, Widerdruck.



Schwertfalz

auch Messerfalz Falzverfahren, bei welchem ein Falzschwert den ausgerichteten Bogen entlang der zu falzenden Stelle zwischen zwei gegenläufig rotierende Falzzylinder stößt, welche den Bogen einziehen und den Falz durchführen.



Sekundärfarbe

Farbe, welche aus zwei Primärfarben gemischt wird. Geschieht die Mischung aus ungleichen Farbanteilen, verschiebt sich der Farbeindruck der Sekundärfarbe zur der jeweiligen Primärfarbe mit dem höheren Mischanteil.



Sonderfarbe

Farbe, welche ähnlich wie eine Schmuckfarbe nicht mittels Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz gemischt werden kann und zusätzlich eine optische Besonderheit mit sich führt. Farben mit Gold-, Silber-, Bronze- oder Leuchteffekten sind typische Sonderfarben.



Spektralfarbe

Farbeindruck jedes Wellenlängenabschnittes des sichtbaren Lichtspektrums (ca. 380 nm bis ca. 780 nm), welcher bei Zerlegung des Spektrums in der menschlichen Wahrnehmung entsteht. Spektralfarben besitzen die maximale Sättigung des jeweiligen Farbeindruckes.



Spektralfotometer

Gerät, welches durch Beleuchtung remittierte Farbwerte (Buntton, Helligkeit und Sättigung) einer Probe misst. So erhält man, im Gegensatz zum subjektiven Farbempfinden des Menschen, eindeutige Messwerte mit denen der genaue „Farbort“ im entsprechenden Farbmodell bestimmt werden kann.



Spuckstoff

Fremdteile in Papiererzeugnissen, welche beim Recycling ausgesondert werden. Hierzu gehören u. a. Draht, Fäden, Folien, Heftklammern.



Stanzen

Arbeitsvorgang, bei welchem der Werkstoff (z. B. Folie, Karton, Papier, Pappe) einen beliebig geformten Zuschnitt durch ein entsprechendes Stanzmesser bekommt. Als Schneidprinzip findet sowohl der Messer- als auch der Scherschnitt Verwendung. Anwendung für: Puzzles, Displays, Pappaufsteller, Stufenregister in z. B. Terminkalendern.



Stauchfalz

auch Taschenfalz Falzverfahren, bei welchem der zu falzende Bogen in eine Tasche gegen einen verstellbaren Taschenanschlag gefördert wird, so dass sich außerhalb der Tasche an der zu falzenden Stelle eine Stauchfalte bildet. Diese wird von zwei gegenläufig rotierenden Falzzylindern eingezogen und der Bogen an dieser Stelle gefalzt.



Subtraktive Farbmischung

Optisches Modell, welches Farbeindrücke aufgrund von Teilabsorption des sichtbaren Lichtspektrums an transparenten oder remittierenden Körpern beschreibt.



Swan Label

skandinavisches Umweltzeichen, das den Herstellungsprozess lückenlos dokumentiert. Zusätzlich unterstützt es wichtige Innovationen, die zum Umweltschutz beitragen.



Taschenfalz

auch Stauchfalz Falzverfahren, bei welchem der zu falzende Bogen in eine Tasche gegen einen verstellbaren Taschenanschlag gefördert wird, so dass sich außerhalb der Tasche an der zu falzenden Stelle eine Stauchfalte bildet. Diese wird von zwei gegenläufig rotierenden Falzzylindern eingezogen und der Bogen an dieser Stelle gefalzt.



Tertiärfarbe

Farbe, welche aus drei Primärfarben gemischt wird. Die Mischung maximaler Anteile der Primärfarben, schaffen in der additiven Farbmischung Weiß und in der subtraktiven Schwarz.



Tiefdruck

Direktdruckverfahren, bei welchem punkt-, linien- oder flächenförmige Vertiefungen in einer Metallfläche bildgebende Elemente darstellen. Tiefdruckmaschinen besitzen einen Formzylinder, in welchem der gerasterte zu druckende Farbauszug des Motivs in Form von Näpfchen eingraviert oder eingeätzt ist. Der Formzylinder ist so positioniert, dass ein Teil stets in eine Farbwanne getaucht ist, sodass sich die Näpfchen mit Farbe füllen können. Damit lediglich diese mit Farbe benetzt sind, wird überschüssige Farbe auf der Oberfläche des Zylinders anschließend mit einer Rakel abgeführt. Ein gummierter Gegendruckzylinder drückt den Bedruckstoff gegen den Formzylinder, sodass dann der Farbübertrag erfolgen kann. Aufgrund der sehr hohen Druckleistung von ca. 60.000 Drucken pro Stunde, findet der Tiefdruck Anwendung in auflagenstarken Bereichen: z. B. Kataloge, Verpackungsmaterialien, Zeitschriften, Zeitungsbeilagen



TIFF

Tagged Image File Format – Grafikformat zur Speicherung von Bilddaten. Die Unterstützung verschiedener Farbräume sowie verlustfreie Datenkompression machen das TIFF zu einem wichtigen Austauschformat von Pixelgrafiken in der Druckbranche.



Tintenstrahldruck

auch Ink-Jet-Druck NIP-Verfahren, bei welchem über Düsen des Druckkopfes austretende Tintentropfen digitale Bild- und Textinformationen auf den Bedruckstoff übertragen. Man unterscheidet hier nach Continuous Ink Jet (CIJ) und Drop On Demand (DOD).



Toner

Pulverartiger Farbstoff, welcher in Kopierern und Laserdruckern verwendet wird. Er besteht hauptsächlich aus Additiven, Harzen und Pigmenten und ist nach Ein- und Zweikomponententoner zu unterscheiden. Der nur aus dem Toner bestehende Einkomponententoner erhält die für den Druckprozess notwendige Ladung durch Reibung an Kunststoffrollen. Im Gegensatz dazu werden dem Toner des Zweikomponententoners Trägerteilchen beigemischt, welche durch Reibung am Toner die Ladung erzeugen.



Tonwert

Maß für die in Prozent angegebene optische Empfindung einer gedeckten Farbfläche im Verhältnis zur Gesamtfläche. Eine unbedruckte Fläche hat demnach den Tonwert 0% und eine vollflächig bedruckte Fläche 100%.



Tonwertzunahme

Auch Punktzuwachs genannt. Differenz zwischen dem Tonwert einer Vorlage und dem Tonwert des daraus entstandenen Druckes, was ein dunkleres Druckergebnis zur Folge hat. Mögliche Ursachen sind z. B. die Wahl des verwendeten Bedruckstoffes, der Druckfarbe, des Druckverfahrens, sowie der Rasterfrequenz. Mittels Druckkennlinien kann man in der Druckvorstufe diesem Effekt entgegenwirken.



Trimmer

Maschine in der Druckweiterverarbeitung, welche in Sammelheftlinien zum dreiseitigen Beschnitt von Druckerzeugnissen eingesetzt wird. Trimmer arbeiten nach dem Scherschnittprinzip und beschneiden in einem Durchgang das Druckerzeugnis an Kopf, Fuß und Front.



Trocknung, chemische bzw. oxidative

Trocknungsvorgang, bei welchem Öle von Druck-farben durch Aufnahme von Luftsauerstoff poly-merisieren und aushärten. Da dieser Trocknungs-prozess relativ langsam erfolgt, können Sikkative zur Trocknungsbeschleunigung hinzugefügt werden. Vollkommen getrocknet erhält man einen qualitativ guten Farbfilm hinsichtlich Abriebfestigkeit.



Trommelscanner

Ermöglicht ein gleichzeitiges Einlesen von mehreren Vorlagen im professionellen high-end Bereich, d. h. für hochqualitative Scans mit großer Detailwiedergabe und mit hoher Auflösung.



ULWC

Ultra Light Weight Coated – Bezeichnung für sehr leichtes, holzhaltiges, beidseitig gestrichenes Papier.



Unbunt

Bezeichnung für die ungesättigten Farben Schwarz, Weiß und alle aus der Mischung von Schwarz und Weiß möglichen Graustufen.



Unbuntachse

Auch Neutralgrauachse. Zentrale Achse in Farbmodellen, welche alle unbunten Farben darstellt. Schwarz und Weiß nehmen hierbei je einen Pol ein.



Vakat

Absichtlich nicht bedruckte Seite z. B. eines Buches. Da gefalzte und gebundene Druckbögen letztendlich je 8, 16 oder 32 Seiten ergeben, kommen, abhängig vom zu druckenden Gesamtumfang eines Buches, unbedruckte Seiten zu Stande.



Vierfarbdruck

Technik zur Erstellung farbiger Druckerzeugnisse mittels der vier Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Die Farbauszüge des zu druckenden Motivs in diesen vier Grundfarben vermitteln im Zusammendruck aufgrund subtraktiver Farb-mischung der Grundfarben die Farbempfindung der reproduzierten Vorlage.



Viskosität

Maß für die Zähflüssigkeit von Flüssigkeiten, welche auf der Kohäsion der Moleküle und deren Reibung aneinander beruht. Die Viskosität von Druckfarben ist auf die Eigenschaften des verwendeten Bedruckstoffes, sowie auf Druckverfahren und -geschwindigkeit abzustimmen. Da die Viskosität bei steigender Temperatur sinkt (dünnflüssiger) und bei sinkender Temperatur steigt (dickflüssiger), sollten Temperaturschwankungen im Druckprozess einkalkuliert werden.



Vollton

Bezeichnung für eine ungerasterte, vollflächig gedeckte Fläche in Vorlagen oder im Druck mit einem Tonwert von 100%.



Wegschlagen

Physikalischer Trocknungsvorgang, bei welchem die flüssigen Bestandteile (z. B. Binde- und Lösemittel) der Farbe vom Bedruckstoff aufgesogen werden, während die festen Bestandteile (z. B. Harze und Pigmente) an der Oberfläche verbleiben und einen aushärtenden Farbfilm bilden. Diese Trocknungsart ist nur bei saugfähigen Bedruckstoffen möglich und erzielt einen qualitativ mäßigen Farbfilm hinsichtlich mechanischer Beanspruchung.



Weißgrad

Bezeichnung für die empfundene oder gemessene Intensität von Papierweiß. Durch Beigabe von blauen Pigmenten kann dieser Eindruck subjektiv erhöht werden, der technische Weißgrad nimmt hierbei leicht ab.



Weißpigment

Anorganisches Pigment, welches als weißes Farbmittel dient. Anwendung in: u. a. Farb-, Lack-, Papierindustrie. Das beliebteste Weißpigment ist Titandioxid.



Wickelfalz

Falzart, bei welcher mehrere gleich breite Teile des Bogens in gleich bleibender Falzrichtung gefalzt werden, wobei der zuerst gefalzte Teil von den folgenden gefalzten Teilen umgeben ist.



Workflow

Arbeitsablauf, beschreibt eine genau definierte Abfolge von Arbeitsschritten in Prozessbereichen. Ziel des Workflows ist ein möglichst hoher Automatisierungsgrad bei den Bestandteilen der einzelnen Arbeitsabläufe. Dazu werden die einzelnen Arbeitsabläufe in ihre Bestandteile aufgeteilt und logisch zueinander in Beziehung gesetzt. Ein Workflow-Management-System regelt diese Prozesse.



Zellstoff

Fasermaterial, welches auf chemischem Wege aus Pflanzenfasern gewonnen wird. Er besteht neben Harzen, Hemizellulose und Lignin hauptsächlich aus Zellulose und stellt daher die Grundlage für die Papierherstellung dar.



Zickzackfalz

auch Leporellofalz Falzart, bei welcher mehrere Falze parallel zueinander und in entgegen gesetzter Richtung des Vorfalzes liegen.



Zügigkeit

Bezeichnung für die Farbspaltung, also jene notwendige Kraft zur Trennung eines Farbfilmes. Sie ist abhängig von der Viskosität und Kohäsion der Farbe, sowie der Adhäsion der Farbe an Walze, Tuch oder Bedruckstoff. Eine höhere Zügigkeit der Druckfarbe ermöglicht eine bessere Haftung und somit ein schärferes Druckbild, bewirkt jedoch auch Wärmeentwicklung im Farbwerk und Rupfen.



Zusammentragen

Arbeitsvorgang, bei welchem gefalzte Bogen in einer bestimmten Reihenfolge zu einem mehrlagigen Block übereinander gelegt werden. Anwendung für: z. B. Broschuren, Bücher.